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Windpocken
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Die Windpocken oder Varizellen (veraltet auch Varicellen) sind eine durch Tröpfcheninfektion ĂŒbertragbare Infektionskrankheit, die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Andere Bezeichnungen fĂŒr Windpocken sind Wasserpocken, Spitzblattern, Spitze Blattern, Wilde Blattern, vor allem in Österreich Feuchtblattern, Schafplattern bzw. Schafblattern. Der Name Windpocken beruht auf der Übertragung dieser Krankheit durch den „Wind“ (die Viren werden auch ĂŒber einige Meter in der Luft ĂŒbertragen).cite-ref-1[1] Die Windpocken sind zu unterscheiden von den Pocken (Variola), einer gefĂ€hrlichen Infektionskrankheit, die von Viren der Gattung Orthopoxvirus verursacht wird.

Die Windpocken betreffen ĂŒberwiegend Kinder im Vorschulalter und fĂŒhren bei der Mehrzahl der Infizierten anschließend zu einer lebenslangen ImmunitĂ€t, weshalb man sie auch zu den Kinderkrankheiten zĂ€hlt. Symptome sind im Wesentlichen Fieber und ein charakteristischer, juckender Hautausschlag mit wasserklaren BlĂ€schen. Es können Komplikationen in Form von Kleinhirn- oder HirnentzĂŒndungen, einer LungenentzĂŒndung oder bakteriellen Superinfektionen der Haut auftreten.

Da es sich um eine Virusinfektion handelt, ist die Behandlung in der Regel symptomatisch. In besonderen FĂ€llen – beispielsweise bei immunsupprimierten Patienten – kann ein Virostatikum eingesetzt werden. Nachdem die Krankheitszeichen abgeklungen sind, verbleiben Varizella-Viren in den Spinal- oder Hirnnervenganglien und können von hier aus in Form einer GĂŒrtelrose (Herpes Zoster) wieder reaktiviert werden.

Zur Prophylaxe gibt es eine Impfung, die seit Juli 2004 in Deutschland allgemein empfohlen ist.cite-ref-rki-2-0[2] Seit August 2006 ist auch ein Mehrfachimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken verfĂŒgbar.cite-ref-impfdialog-3-0[3] Auch eine Postexpositionsprophylaxe mit Passiv-Impfung oder mit Virostatika ist möglich.

Windpocken sind in Deutschland meldepflichtig.

Contents

‱ Erreger
‱ Therapie
‱ Vorbeugung
‱ Impfung
‱ Geschichte
‱ Weblinks

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HĂ€ufigkeit

Vor der allgemein empfohlenen Impfung waren Windpocken mit deutschlandweit 750.000 FÀllen jÀhrlich und HÀufigkeitsgipfel im Kindesalter die hÀufigste impfprÀventable Erkrankung. Mehr als 90 % waren bis zum 14. Lebensjahr infiziert. Ein Herpes Zoster trat gewöhnlich jenseits des 40. Lebensjahres auf. Bei Kindern war Herpes Zoster wesentlich seltener: von 1000 Kindern erkrankte durchschnittlich lediglich eines nach 5 ± 2,5 Jahren an Herpes Zoster.cite-ref-dgpi-4-0[4]

Eine KrankheitshĂ€ufung besteht im Winter und FrĂŒhjahr.

In Folge der COVID-19-Pandemie in Deutschland und der damit einhergehenden Hygienemaßnahmen lag die Zahl der in den Kalenderwochen 10 bis 32 registrierten FĂ€lle im Jahr 2020 im Mittel rund 51 Prozent unter den Werten der Vorjahre.cite-ref-5[5]

Erreger

Der Erreger der Windpocken ist das Varizella-Zoster-Virus (VZV), das gemĂ€ĂŸ der Virus-Taxonomie auch als Humanes Herpesvirus 3 (HHV-3) bezeichnet wird. Einziges bekanntes Reservoir ist der Mensch.cite-ref-rki-merkbl-6-0[6] Dieses Virus ist ein behĂŒlltes, doppelstrĂ€ngiges DNA-Virus (dsDNA) und gehört zur Familie der Herpesviridae, zur Unterfamilie Alphaherpesvirinae und zur Gattung Varicellovirus. Alle Viren dieser Familie umschließen ihre DNA mit einem ikosaedrischen Kapsid, einer aus DreiecksflĂ€chen bestehenden ProteinhĂŒlle. Das Varizella-Zoster-Virus ist weltweit verbreitet und wird bereits in der Kindheit ĂŒbertragen. Exemplarisch stieg bei Kindern in Schweden zwischen 9 und 12 Jahren in den letzten 30 Jahren die PrĂ€valenz von Antikörpern gegen VZV von etwa 50 % Ende der 1960er Jahre bis auf 98 % 1997,cite-ref-7[7] was der zunehmend verbreiteten Impfung zugeschrieben wird. Bei der erwachsenen Bevölkerung in Mitteleuropa sind bei etwa 93 bis 96 % Antikörper nachweisbar.cite-ref-8[8]

Die vom Erreger verursachte Windpocken-Erkrankung als Erstinfektion des VZV nimmt nur sehr selten einen tödlichen Verlauf; dies kann gelegentlich ohne Vorerkrankung bei Patienten mit intaktem Immunsystem vorkommen, hĂ€ufiger jedoch bei Immundefizienten und Schwangeren.cite-ref-9[9] Dies zeigt auch, dass das VZV sehr stark an den Menschen als seinen einzigen Wirt angepasst ist und es daher als „wirtsspezifisch und teiladaptiert“ eingestuft werden kann. Es verbleibt nach einer Infektion stets lebenslang als DNA-Ring im Nukleoplasma der Nervenzellen der Spinal- oder Hirnnervenganglien.

Übertragung

Die hoch ansteckenden Viren werden teils ĂŒber direkten Kontakt mit den Varizellen- oder ZosterblĂ€schen ĂŒbertragen. Die Tröpfcheninfektion, also direktes Einatmen von Ausatmungströpfchen (Exspirationströpfchen) infizierter Personen, ist ein bis zwei Tage vor Ausbruch des Exanthems möglich. Es ist möglich, dass das Varizella-Zoster-Virus mit der Luft ĂŒbertragen wird („Wind“pocken). Da die Erreger an der Luft einige Meter weit „fliegen“ und ĂŒberlebensfĂ€hig sind, ist eine Ansteckung ĂŒber die Luft auch bei nicht direktem Kontakt möglich. Eine Übertragung durch herumliegende Kleidung oder Spielzeug ist in der Regel nicht zu befĂŒrchten. Eine Exposition ist sicher immer dann anzunehmen, wenn bei immunkompetenten Personen der Kontakt lĂ€nger als eine Stunde gedauert hat, bei abwehrgeschwĂ€chten Personen ist von einer Mindestzeit von zehn Minuten auszugehen.cite-ref-dgpi-4-1[4]

Nach einer Virusexposition infizieren sich ĂŒber 90 von 100 empfĂ€nglichen (zuvor seronegativen) Personen mit diesem Virus und erkranken auch anschließend, die Windpocken treten bei ihnen sichtbar auf.cite-ref-rki-merkbl-6-1[6]

Windpocken sind bereits zwei Tage vor Auftreten des Hautausschlags ansteckend und bleiben dies fĂŒnf bis zehn Tage nach Bildung der ersten BlĂ€schen bzw. bis das letzte BlĂ€schen verkrustet ist. Die Meinung, dass die AnsteckungsfĂ€higkeit bis zum Abfallen der letzten Kruste vorhanden sei, gilt als ĂŒberholt. In dieser Zeit sollte die erkrankte Person nicht in Kontakt mit anderen kommen, vor allem nicht mit Risikopersonen wie Immuninkompetenten (Cortisonbehandlung, AIDS, Krebskranke, Neurodermitiskranke, Ă€ltere Menschen) oder auch Frauen, die sich in der 8. bis 21. Schwangerschaftswoche befinden, da bei den letztgenannten eine GefĂ€hrdung des ungeborenen Kindes und auch der Mutter gegeben ist. Eine Windpockenerkrankung der Mutter zwischen sieben Tagen vor und drei Tagen nach der Entbindung kann fĂŒr sie tödlich verlaufen. (Siehe auch Windpocken in der Schwangerschaft)

Ein Nestschutz bei Neugeborenen und SĂ€uglingen immuner MĂŒtter durch ĂŒbertragene IgG-Antikörper besteht sicher drei Monate, danach nimmt die EmpfĂ€nglichkeit bei den Kindern zu, ab dem sechsten Lebensmonat besteht kein Nestschutz mehr, ab dem neunten Monat kann eine Impfung durchgefĂŒhrt werden.cite-ref-heininger2006-10-0[10]

Krankheitsentstehung

FrĂŒhere pathogenetische Konzepte mussten sich aufgrund der strengen WirtsspezifitĂ€t von VZV auf klinische Beobachtungen und Untersuchungen des MĂ€usepockenvirus als Tiermodell stĂŒtzen. Es wurde angenommen, nach Eindringen ĂŒber die Schleimhaut der oberen Luftwege erfolge zunĂ€chst eine erste Virusreplikation im lymphatischen Gewebe des Rachenraumes mit einer anschließenden monozytĂ€ren VirĂ€mie. Erst nach einer zweiten Replikationsphase in den retikuloendothelialen Organen (Leber, Milz) gelangten die Erreger mit einer sekundĂ€ren VirĂ€mie in die Haut. Die Infektion der sensiblen Nervenzellen, in deren Ganglien die Viren anschließend lebenslang ĂŒberdauern, erfolge entweder von den HautlĂ€sionen aus oder auch ĂŒber den Blutweg. Durch dieses Konzept war die lange Inkubationszeit gut erklĂ€rt. Mittlerweile gibt es Untersuchungen an MĂ€usen mit schwerem Immundefekt, denen menschliche T-Zellen, Haut- und Nervengewebe transplantiert wurden. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Viren direkt nach der ersten Replikation in regionalen Lymphknoten des Rachens T-Zell-gebunden ĂŒber die Blutbahn in die Haut gelangen. Die lange Zeit zwischen Infektion und Ausbruch des Hautausschlags wird damit erklĂ€rt, dass VZV zunĂ€chst bisher unbekannte angeborene, sehr wirksame Abwehrmechanismen ĂŒberwinden mĂŒssen. Dazu gehört eine direkt in den Zellen der Oberhaut verankerte α-Interferon-Produktion.cite-ref-ccku-11-0[11]

Klinische Erscheinungen

Windpocken bei Kindern

Nach einer Inkubationszeit von in der Regel 14 bis 16 Tagen, seltener auch nach 8 bis 21 Tagen kann es zum Auftreten von leichtem und kurzanhaltendem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen kommen.cite-ref-12[12] Tags darauf bilden sich im Bereich des Rumpfes und Gesichtes, typischerweise aber auch des behaarten Kopfes, erst spĂ€ter an den Gliedmaßen bis zu linsengroße, manchmal juckende rote Flecken, aus denen spĂ€ter Knötchen entstehen, in deren Zentrum sich innerhalb von Stunden bis maximal Tagen reiskorngroße BlĂ€schen bilden. Diese sind hĂ€ufig gedellt. Seltener können auch die SchleimhĂ€ute im Bereich des Mundes (hier vor allem am Gaumen als gelblich belegte Erosionen sichtbar), der Nase, der Augen, sowie die Haut der Genitalien und des Afters betroffen sein. Die BlĂ€schen platzen schließlich, und es bildet sich eine hellbraune Kruste. Da die LĂ€sionen nicht gleichzeitig entstehen, findet sich zu einem gegebenen Zeitpunkt eine vielgestaltige AusprĂ€gung der Hauterscheinungen, so dass oft von einem Bild Ă€hnlich einem „Sternenhimmel“ gesprochen wird, das eine Blickdiagnose ermöglicht.

Der Krankheitsverlauf ist meist gutartig und dauert in der Regel drei bis fĂŒnf Tage an.cite-ref-rki-merkbl-6-2[6] Die Krusten fallen ohne Narbenbildung ab, sofern das Kind nicht kratzt und die HautlĂ€sionen auf die Oberhaut begrenzt bleiben.

Gewöhnlich kann der Mensch Windpocken nur einmal im Leben bekommen, er ist also, nachdem er die Krankheit einmal durchgemacht hat, immun. Es gibt jedoch Ausnahmen, nĂ€mlich dann, wenn das erste Auftreten der Windpocken sehr leicht und sehr frĂŒh in der Kindheit stattfand und sich somit nicht genĂŒgend Antikörper bilden konnten.

Windpocken bei Erwachsenen

Erstinfektion mit dem Varizella-Zoster-Virus im Erwachsenenalter (Varicellae adultorum, die ‚Windpocken der Erwachsenen‘) sind aufgrund der hohen Durchseuchung eher selten und nehmen meist einen schwereren Krankheitsverlauf als bei Kindern. Es sind Komplikationen mit Meningoenzephalitis, Lungen- (Pneumonie) und LeberentzĂŒndung (Hepatitis) möglich. So zeigen sich bei Erwachsenen meist deutlich mehr Effloreszenzen. Der gesamte Rumpf, der behaarte Kopf, das Gesicht, Beine, Arme und die Genitalien können befallen sein. Rund eine Woche lang treten immer wieder neue Pocken auf, bei manchen Erwachsenen bis zu vier Wochen. Sie erscheinen zuerst als rote Punkte, die sich dann mit FlĂŒssigkeit fĂŒllen, dann eitern und entweder direkt verkrusten oder zuvor aufplatzen. Das Fieber kann auf ĂŒber 40 Grad ansteigen und tritt meist schon vor den ersten roten Punkten gemeinsam mit allgemeinem KrankheitsgefĂŒhl auf.

Bei Erwachsenen muss besonders auf Komplikationen geachtet werden, da hier GehirnhautentzĂŒndung (Meningitis), LungenentzĂŒndung oder Magen-Darm-Komplikationen auftreten können. Zur AbklĂ€rung einer HirnhautentzĂŒndung sollte ĂŒberprĂŒft werden, ob das Kinn schmerzfrei auf die Brust gesenkt werden kann (PrĂŒfung auf Meningismus). Treten Atembeschwerden oder Auswurf aus der Lunge auf, muss sofort eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes zum Ausschluss einer LungenentzĂŒndung gemacht werden. Starke Bauchschmerzen und ein geblĂ€hter Bauch weisen auf Komplikationen im Magen-Darm-Trakt hin.

Um eine Immunisierung im Kindesalter zu erreichen, werden u. a. in den USA und dem Vereinigten Königreich von Impfgegnern so genannte pox parties (Pocken-Partys) abgehalten, um bei Kindern gezielt Infektionen mit Windpocken herbeizufĂŒhren (siehe auch: → Masernparty).

Komplikationen

Bei ca. 5,7 % der Windpockenerkrankungen ergeben sich mehr oder minder schwere Komplikationen.cite-ref-rki-2-1[2] Aufgrund der bestehenden Impfprogramme ist die Hospitalisierungsrate dagegen mittlerweile niedrig: nur 2,5 bis 7 von 100.000 Einwohnern mĂŒssen in Deutschland jĂ€hrlich wegen Varizellen in ein Krankenhaus aufgenommen werden.cite-ref-rki-2-2[2]

Die hĂ€ufigsten Komplikationen sind bakterielle Superinfektionen meist durch Staphylokokken, wie eine LungenentzĂŒndung (bei Erwachsenen 0,2 bis 0,3 %), eine kleinhirnbedingte Koordinationsstörung (Ataxie) oder eine bakterielle körperweite Infektion (Sepsis) ausgehend von der Haut (bei Kindern 2–3/10.000). Weitere schwere Komplikationen sind das Reye-Syndrom, eine Enzephalitis oder Meningitis – also eine EntzĂŒndung des Gehirns oder der HirnhĂ€ute – sowie eine LeberentzĂŒndung (Hepatitis) oder Gelenksbeschwerden. Eine weitere seltene Windpocken-bedingte Komplikation betrifft die VerĂ€nderung von BlutgefĂ€ĂŸen (Angiopathie), welche zu SchlaganfĂ€llen fĂŒhren können.cite-ref-13[13] In einer Schweizer Untersuchung wurde eine Sterblichkeit von 1 auf 100.000 ErkrankungsfĂ€lle bei nicht geimpften Personen gefunden.cite-ref-jb45-47-14-0[14]

Windpocken in der Schwangerschaft

Da nur etwa drei bis vier Prozent aller Frauen im gebĂ€rfĂ€higen Alter keine Antikörper gegen Varizella-Zoster-Virus aufweisen und somit empfĂ€nglich fĂŒr die Erkrankung sind, treten Windpocken in der Schwangerschaft mit etwa ein bis sieben FĂ€llen je 10.000 Schwangerschaften insgesamt selten auf.cite-ref-sauerbrei-15-0[15] Aufgrund der möglichen schwerwiegenden Folgen sowohl fĂŒr die Schwangere als auch das ungeborene Kind verdienen sie eine besondere Betrachtung. Dagegen stellt eine GĂŒrtelrose wĂ€hrend der Schwangerschaft kein erhöhtes Risiko fĂŒr Mutter oder Kind dar, da einerseits keine Streuung der Viren ĂŒber das Blut erfolgt und die Mutter andererseits Antikörper gegen die Erreger produziert, die auf das Ungeborene ĂŒbertragen werden und es vor einer Infektion schĂŒtzen.cite-ref-wutzler-16-0[16]

Windpocken bei der Schwangeren

Eine erfolgreiche Schwangerschaft erfordert VerĂ€nderungen des Abwehrsystems, damit es den genetisch von der Mutter verschiedenen Fetus toleriert. Obwohl nur wenig ĂŒber diese AnpassungsvorgĂ€nge des Immunsystems bekannt ist, gilt es als anerkannte Tatsache, dass wĂ€hrend einer Schwangerschaft sowohl eine erhöhte InfektanfĂ€lligkeit besteht als auch erschwerte VerlĂ€ufe von Infektionskrankheiten beobachtet werden. Windpockenerkrankungen fĂŒhren bei Schwangeren etwa zehnmal hĂ€ufiger zu einer LungenentzĂŒndung als Komplikation als bei Nichtschwangeren. Gleichzeitig steigt die Sterblichkeit an einer solchen Varizellen-Pneumonie auf das etwa Dreifache von etwa 11 auf 35 %.cite-ref-jamieson-17-0[17]

Fetales Varizellen-Syndrom

Eine Übertragung der Windpockenerreger von der erkrankten Mutter auf das Kind kann ĂŒber den Mutterkuchen (diaplazentar) wĂ€hrend der gesamten Schwangerschaft erfolgen. Die Art der SchĂ€digung hĂ€ngt dabei vom Zeitpunkt ab und reicht von der symptomlosen Infektion bis zur Fehlgeburt. Da nur in etwa einem Viertel der Windpockenerkrankungen in einer Schwangerschaft mit einer Übertragung gerechnet werden muss und von diesen wiederum nur ein Bruchteil von einem fetalen Varizellen-Syndrom betroffen sind, wird eine Embryo- oder Fetopathie lediglich mit einer HĂ€ufigkeit von etwa 1–2 % aller Windpockenerkrankungen in der Schwangerschaft gefunden.cite-ref-sauerbrei-15-1[15] Eine Übersichtsarbeit listet insgesamt 112 FĂ€lle seit der Erstbeschreibung 1947 auf. Als hĂ€ufigstes Symptom werden Hautdefekte, die sich einem sogenannten Dermatom zuordnen lassen, in etwa drei Vierteln der FĂ€lle, gefolgt von SchĂ€digungen des Nervensystems (Gewebsschwund von Gehirn oder RĂŒckenmark, LĂ€hmungen, KrampfanfĂ€lle und andere) in knapp zwei Dritteln der betroffenen Kinder beobachtet. Etwa jeweils jedes zweite Neugeborene weist darĂŒber hinaus Augenerkrankungen oder Fehlbildungen des Skelettsystems auf. SchĂ€digungen innerer Organe oder der Muskulatur kommen vergleichsweise seltener vor. 25–30 % der Kinder versterben.cite-ref-sauerbrei-15-2[15] Fast 80 % aller fetalen Varizellen-Syndrome traten nach mĂŒtterlicher Erkrankung zwischen der neunten und zwanzigsten Schwangerschaftswoche auf, wobei schon ab der 5. und bis zur 24. Schwangerschaftswoche ein grundsĂ€tzliches Risiko fĂŒr diese Komplikation besteht.

Konnatale Varizellen

Vom fetalen Varizellen-Syndrom abzugrenzen ist eine Windpocken-Erkrankung des Neugeborenen, die kurz vor der Entbindung noch im Mutterleib ĂŒber den Mutterkuchen ĂŒbertragen wurde und nach der Geburt bis zum zwölften Lebenstag zur Erkrankung fĂŒhrt. GefĂ€hrdet sind Kinder, deren Mutter fĂŒnf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung erkennbar an Windpocken erkranken.cite-ref-rki-merkbl-6-3[6] Außerhalb dieses Zeitraums hat die Mutter schon so viele schĂŒtzende Antikörper produziert und dem Neugeborenen mitgegeben, dass dieses nicht so schwerwiegend erkrankt. Entsprechend dem riskanten Zeitraum der mĂŒtterlichen Infektion haben besonders diejenigen Neugeborenen ein hohes Risiko fĂŒr einen schwerwiegenden Verlauf ihrer Windpocken-Erkrankung, bei denen der Ausschlag zwischen dem sechsten und elften Lebenstag auftritt. In dieser Gruppe betrĂ€gt die Sterblichkeit ohne antivirale Therapie fast ein Viertel.cite-ref-wutzler-16-1[16]

GĂŒrtelrose als Zweiterkrankung

Etwa 20 % der Menschen, die eine Infektion mit Windpockenviren durchgemacht haben, erkranken in ihrem weiteren Leben mindestens einmal an einer GĂŒrtelrose (Herpes Zoster).cite-ref-leitlinie-18-0[18] Die Ursache bilden nach der Erkrankung im Körper verbliebene Varicella-Zoster-Viren, die entlang sensibler Nervenfasern in die Spinalganglien wandern und dort latent verbleiben. Bei einem geschwĂ€chten Immunsystem, auch bedingt durch Stress, können nun diese Viren reaktiviert werden und eine GĂŒrtelrose im Verbreitungsgebiet der betroffenen Nerven verursachen.

Patienten mit GĂŒrtelrose können Windpocken ĂŒbertragen.

Therapie

Die Behandlung der Windpocken beschrĂ€nkt sich meist auf symptomatische Maßnahmen. Dazu gehört die Linderung eines bestehenden Juckreizes, indem kĂŒhle und feuchte Kompressen aufgelegt oder adstringierende Emulsionen aufgetragen werden. Die FingernĂ€gel des Kindes können geschnitten werden, um die Gefahr der Entwicklung einer bakteriellen Superinfektion zu minimieren. Ein bestehendes Fieber darf mit Paracetamol oder Ibuprofen behandelt werden. AcetylsalicylsĂ€ure ist wegen der möglichen Auslösung eines Reye-Syndroms bei Kindern kontraindiziert.

Aciclovir oder Vidarabin können als virushemmende, ursĂ€chliche Therapie die Symptome bei Kindern, die Ă€lter als zwei Jahre sind, minimieren helfen, sofern sie innerhalb 24 Stunden eingenommen werden. Bei einer bestehenden ImmunschwĂ€che ist eines dieser Medikamente immer angezeigt. In Studien konnte eine gegenĂŒber Aciclovir 100-fach erhöhte Wirksamkeit des Wirkstoffs Brivudin nachgewiesen werden, das daher in kleineren Dosen und nur einmal tĂ€glich gegeben werden kann.

Vorbeugung

Expositionsprophylaxe

In der hĂ€uslichen Umgebung sind keine besonderen Maßnahmen fĂŒr Patienten und Kontaktpersonen nötig. Lediglich Risikopersonen sollen den Kontakt zu Erkrankten meiden. Im Krankenhaus ist hingegen eine strenge Isolierung von Patienten mit Windpocken einzuhalten.cite-ref-rki-merkbl-6-4[6] Außerdem dĂŒrfen an Varizellen Erkrankte keine TĂ€tigkeiten in Gemeinschaftseinrichtungen ausfĂŒhren (§ 34 (1) Infektionsschutzgesetz), bei denen sie in Kontakt mit den betreuten Personen kommen.

Postexpositionsprophylaxe

Nach einer Ansteckung mit Windpocken kann eine vorbeugende Behandlung (Postexpositionsprophylaxe) mit einem Antikörper-PrĂ€parat, das einen besonders hohen Anteil an spezifischen Antikörpern gegen Varizella-Zoster-Virus enthĂ€lt (sogenanntes Varizellen-Zoster-Immunglobulin), den Ausbruch der Erkrankung verhindern, wenn es innerhalb der ersten 96 Stunden verabreicht wird. Dies wird fĂŒr Schwangere ohne Impfung und ohne Windpocken in der Vorgeschichte, abwehrgeschwĂ€chte Patienten mit fehlender oder unbekannter VarizellenimmunitĂ€t und Neugeborene, deren MĂŒtter fĂŒnf Tage vor bis zwei Tage nach Entbindung an Windpocken erkranken, empfohlen.cite-ref-rki-merkbl-6-5[6]

Impfung

Eine Impfung ist verfĂŒgbar und gehört seit Juli 2004 zu den von der STIKO (StĂ€ndige Impfkommission) empfohlenen Impfungen.cite-ref-rki-2-3[2]

Impfstoff

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Hauptartikel

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Varicellaimpfstoff

Der Impfstoff besteht aus abgeschwĂ€chten Varizella-Zoster-Viren, die sich im Geimpften vermehren. Die Impfung kann ab einem Alter von neun bzw. zwölf Monaten (je nach Impfstoffhersteller) gegeben werden. Kinder vor dem 13. Geburtstag erhalten eine Injektion. Bei Kindern ab dem 13. Geburtstag, Erwachsenen und SĂ€uglingen, die eine erste Impfung vor Vollendung des zwölften Lebensmonats erhalten haben, ist eine zweite Injektion im Mindestabstand von sechs Wochen notwendig. Bei normaler Immunkompetenz wird ca. drei bis fĂŒnf Wochen nach der letzten Injektion eine ImmunitĂ€t erworben. Eine zweifache Impfung erhöht den Impfschutz von 72 auf ĂŒber 90 %.

Seit August 2006 ist ein Vierfachimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (MMRV) in Deutschland zugelassen und allgemein verfĂŒgbar. Das PrĂ€parat ist fĂŒr Kinder zwischen 9 Monaten und 12 Jahren zugelassen und muss zweimal geimpft werden.cite-ref-impfdialog-3-1[3] Die STIKO am RKI empfiehlt seit September 2011 bei der ersten Impfung gegen Varizellen nicht den Vierfachimpfstoff zu verwenden, sondern die Impfung gegen Windpocken getrennt von jener gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR) vorzunehmen, weil sich in Vergleichsstudien herausgestellt hat, dass bei der ersten Impfung mit MMRV-Kombinationsimpfstoff 5–12 Tage nach der Impfung vermehrt Fieber auftrat im Vergleich zu der gleichzeitigen Impfung von MMR und Windpocken-Impfstoff an zwei verschiedenen Impforten. Die zweite Impfung gegen MMRV kann dagegen mit einem Kombinationsimpfstoff erfolgen, hier ergaben sich keine Unterschiede bei der Fieberentwicklung.cite-ref-19[19]

Indikationen zur Impfung

Bei Kindern werden zwei Impfdosen von der STIKO im Alter von 11 und 15 Monaten empfohlen. Eine Kombination mit der MMR-Impfung wird empfohlen, sollte aber optimalerweise bei Kindern unter fĂŒnf Jahren wegen eines leicht erhöhten Risikos fĂŒr FieberkrĂ€mpfe bei der Erstimpfung an verschiedene Körperstellen injiziert werden. FĂŒr die zweite Impfung wird auch bei Kindern unter fĂŒnf Jahren ein MMRV-Kombinationsimpfstoff empfohlen. Bei Ă€lteren Kindern ohne durchgemachter Windpockenerkrankung sollten ebenso zwei Impfungen gegen Varizellen im Abstand von vier bis sechs Wochen verabreicht werden.cite-ref-stiko2023-20-0[20]

FĂŒr empfĂ€ngliche Personen besteht darĂŒber hinaus eine Impfempfehlung fĂŒr Frauen mit Kinderwunsch, Patienten mit schwerer Neurodermitis. Patienten vor geplanter, die Funktion des Immunsystems unterdrĂŒckender (immunsuppressiver) Therapie oder Organtransplantation und Kontaktpersonen dieser Menschen. FĂŒr Menschen, welche einen Heilberuf ausĂŒben, beruflichen Umgang mit potentiell ansteckendem Material haben oder in MassenunterkĂŒnften fĂŒr FlĂŒchtlinge tĂ€tig sind existiert eine berufliche Indikation.cite-ref-stiko2023-20-1[20]

In Österreich wird eine Varizellen-Impfung seit 2005 fĂŒr alle ungeimpften 9- bis 17-JĂ€hrigen ohne Windpocken-Erkrankung in der Vorgeschichte angeraten.cite-ref-21[21]

In der Schweiz ist die Varizella-Zoster-Impfung fĂŒr alle 11- bis 15-JĂ€hrigen ohne Windpocken-Anamnese empfohlen. Eine Nachimpfung wird fĂŒr alle jungen Erwachsenen unter 40 Jahren, insbesondere bei Frauen mit Kinderwunsch, empfohlen, wenn diese noch keine Windpocken durchgemacht haben.cite-ref-jb45-47-14-1[14]

Gegenanzeigen zur Impfung

Wer an einer akuten, behandlungsbedĂŒrftigen Krankheit mit Fieber (ĂŒber 38,5 °C) leidet, sollte nicht geimpft werden. Im Allgemeinen werden auch Personen mit geschwĂ€chtem Immunsystem nicht gegen Windpocken geimpft, allerdings sind Ausnahmen unter UmstĂ€nden möglich und notwendig.

WĂ€hrend einer Schwangerschaft wird in der Regel keine Impfung vorgenommen, da das Impfvirus auf das Kind im Mutterleib ĂŒbertragen werden könnte. Aus dem gleichen Grund ist fĂŒr die Dauer von mindestens drei Monaten nach der Impfung eine Schwangerschaft zu vermeiden. Sollte jedoch zufĂ€llig eine Schwangere geimpft worden sein, zum Beispiel weil die Schwangerschaft noch nicht festgestellt wurde, besteht kein Anlass zu einem Schwangerschaftsabbruch, weil in solchen FĂ€llen bislang keine SchĂ€den des ungeborenen Kindes nachgewiesen worden sind.

Geschichte

Lange Zeit wurden die Windpocken als eine Sonderform der Pocken angesehen. Erstmals im 16. Jahrhundert wurden sie von verschiedenen Autoren unter dem Begriff Cristalli oder Verole volante (fliegende Blattern) (vgl. französisch petite vĂ©role volante) von diesen abgegrenzt. Der Ausdruck Windpocken wird unter anderem Daniel Sennert 1632 zugesprochen. Erst der englische Arzt William Heberden grenzte die Windpocken (englisch chickenpox) wieder klar von den Pocken ab, obwohl dies ein Streitpunkt unter Gelehrten bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb. Von der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts an stellten Eduard Heinrich Henoch und Antoine Marfan die Gefahren der Erkrankung genauer dar. Der Hamburger Hautarzt Paul Gerson Unna beschrieb die feingeweblichen (histologischen) VerĂ€nderungen der pockenartigen Elemente 1894 exakt. In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurde allmĂ€hlich der Zusammenhang zwischen den Windpocken und der GĂŒrtelrose erkannt und schließlich 1925 am Menschenexperiment nachgewiesen. Von 1952 an wurde Serum von Rekonvaleszenten zur Behandlung schwerer VerlĂ€ufe eingesetzt, noch bevor sich 1956 die Erkenntnis durchsetzte, dass insbesondere abwehrgeschwĂ€chte Menschen durch die Erkrankung gefĂ€hrdet sind. 1947 gelang der elektronenmikroskopische Nachweis des verursachenden Virus.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]

Meldepflicht und gesetzliche Verbote

In Deutschland sind Windpocken (frĂŒher: „Varizellen“) seit dem 23. MĂ€rz 2013 eine meldepflichtige Krankheit nach § 6 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Die namentliche Meldepflicht besteht bei Verdacht, Erkrankung und Tod.cite-ref-bgbl-i-s-566-24-0[24] Nach dem Recht Sachsenscite-ref-25[25] besteht eine namentliche Meldepflicht bezĂŒglich Erkrankung und Tod an fetalem Varizellensyndrom. Nach dem Recht Sachsen-Anhaltscite-ref-26[26] ist zudem die Erkrankung an und der Tod durch Varizellen, auch konnatale, namentlich meldepflichtig. Nach dem deutschen Bundesrecht gilt in Gemeinschaftseinrichtungen wie KindergĂ€rten, Schulen, Heimen oder Ferienlagern nach § 34 Absatz 1 IfSG das Verbot des Aufenthaltes und Arbeitens bei Verdacht auf und Erkrankung an Windpocken. Das Verbot in Gemeinschaftseinrichtungen zu arbeiten oder sich aufzuhalten gilt nach § 34 Absatz 3 IfSG sinngemĂ€ĂŸ auch fĂŒr Personen in Wohngemeinschaft mit Personen, bei denen laut eines Ă€rztlichen Urteils eine Erkrankung an oder ein Verdacht auf Windpocken besteht. Die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung hat, wenn Tatsachen bekannt werden, die das Vorliegen einer eben aufgefĂŒhrten TatbestĂ€nde annehmen lassen, gegenĂŒber dem Gesundheitsamt eine Benachrichtigungspflicht (§ 34 Absatz 6 IfSG).

Weblinks

Commons

: Windpocken

– Album mit Bildern

Wiktionary: Windpocken

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Varizellen (Windpocken), Herpes zoster (GĂŒrtelrose), Zoster – Informationen des Robert Koch-Instituts (Deutschland)
‱ Feuchtblattern (Varizellen, Windpocken). Bundesministerium fĂŒr Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; abgerufen am 23. Oktober 2024 (Österreich).
‱ Windpocken & GĂŒrtelrose. Bundesamt fĂŒr Gesundheit BAG; abgerufen am 23. Oktober 2024 (Schweiz).
‱ Bilder von Windpocken auf dermis.net
‱ Ist eine Elimination der Varizellen durch eine allgemeine Impfung möglich? Epidemiologische und gesundheitsökonomische Daten als Basis fĂŒr eine zukĂŒnftige Varizellenimpfstrategie in Deutschland In: Deutsches Ärzteblatt, 2002
‱ Ist eine Elimination der Varizellen durch eine allgemeine Impfung möglich? RealitĂ€tsfern In: Deutsches Ärzteblatt, 2002
‱ Starker RĂŒckgang der Windpocken durch Impfung In: Deutsches Ärzteblatt, 2013

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Albrecht N. Rauch: Krankheitsnamen im Deutschen. Eine dialektologische und etymologische Untersuchung der Bezeichnungen fĂŒr Diphtherie, Febris scarlatina, Morbilli, Parotitis epidemica und Varicellae. Stuttgart 1995 (= Zeitschrift fĂŒr Dialektologie und Linguistik, Beiheft 84).
cite-note-rki-22. ↑ BegrĂŒndung der STIKO fĂŒr eine allgemeine Varizellenimpfung (PDF; 142 kB)
cite-note-impfdialog-33. ↑ Fragen und Antworten rund ums Impfen (Memento vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive) In: ImpfDialog, 3/2006:
cite-note-dgpi-44. ↑ Deutsche Gesellschaft fĂŒr PĂ€diatrische Infektiologie: Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. 2. Auflage, Futuramed Verlag MĂŒnchen 1997
cite-note-55. ↑ Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und assoziierter Public-Health-Maßnahmen auf andere meldepflichtige Infektionskrankheiten in Deutschland (MW 1/2016 – 32/2020). (PDF) In: rki.de. Robert Koch-Institut, 18. Februar 2021, abgerufen am 13. Februar 2021 (Online-Vorab-Veröffentlichung aus dem Epidemiologischen Bulletin).
cite-note-rki-merkbl-66. ↑ Varizellen (Windpocken), Herpes zoster (GĂŒrtelrose): Merkblatt des RKI
cite-note-77. ↑ A. Svahn et al.: Changes in seroprevalence to four herpesviruses over 30 years in Swedish children aged 9–12 years. In: J. Clin. Virol., 2006, 37(2), S. 118–123, PMID 16971177
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cite-note-1212. ↑ RKI-Ratgeber:Windpocken (Varizellen), GĂŒrtelrose (Herpes zoster), Stand: 1. August 2017; zuletzt abgerufen am 24. Januar 2024
cite-note-1313. ↑ R. Askalan et al.: Chickenpox and stroke in childhood: a study of frequency and causation. In: Stroke, 2001, 32(6), S. 1257–1262, PMID 11387484
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cite-note-sauerbrei-1515. ↑ A. Sauerbrei, P. Wutzler: Fetales Varizellensyndrom. In: Monatsschrift Kinderheilkunde. Band 151, Nr. 2, 2003, S. 209–213, doi:10.1007/s00112-002-0478-z.
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cite-note-1919. ↑ Zur Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (MMRV). In: Robert Koch-Institut (Hrsg.): Epidemiologisches Bulletin. Nr. 38, 26. September 2011, S. 352–353 (Online [PDF; 128 kB; abgerufen am 31. August 2021]).
cite-note-stiko2023-2020. ↑ StĂ€ndige Impfkommission: Empfehlung der StĂ€ndigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2023, Epid Bull 2023;4:3-68, DOI:10.25646/10829.4, S. 15, S. 26, S. 50
cite-note-2121. ↑ Bundesministerium fĂŒr Gesundheit, Familien und Jugend Österreichs. (Memento vom 28. November 2008 im Internet Archive; PDF)
cite-note-2222. ↑ F. P. O. Nagler, Geoffrey Rake: The Use of the Electron Microscope in Diagnosis of Variola, Vaccinia, and Varicella. In: J Bacteriol., 1948 January, 55(1), S. 45–51. PMC 518406 (freier Volltext)
cite-note-2323. ↑ Max Micoud: Die ansteckenden Krankheiten: Klinische Beobachtung. Illustrierte Geschichte der Medizin. 1986, S. 4419 (vgl. Geschichte der Medizin, Band 4, S. 2200)
cite-note-bgbl-i-s-566-2424. ↑ Gesetz zur DurchfĂŒhrung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) und zur Änderung weiterer Gesetze. (PDF) Artikel 3 : Änderung des Infektionsschutzgesetzes. In: BGBl. I S. 566. 28. MĂ€rz 2013, abgerufen am 14. MĂ€rz 2020.
cite-note-2525. ↑ § 1 Abs. 1 Nr. 2 SĂ€chsische Infektionsschutz-Meldeverordnung. Vollzitat: SĂ€chsische Infektionsschutz-Meldeverordnung vom 19. Juli 2024 (SĂ€chsGVBl. S. 745). In: revosax.sachsen.de. Abgerufen am 21. Oktober 2024 (Fassung gĂŒltig ab: 17. August 2024).
cite-note-2626. ↑ Verordnung ĂŒber die erweiterte Meldepflicht bei ĂŒbertragbaren Krankheiten Vom 12. April 2005. Fundstelle: GVBl. LSA 2005, 200. In: landesrecht.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 23. Oktober 2024 (IfSGMeldpflV ST 2005, GĂŒltig ab: 19. April 2005).